Grundsätze von ehib

Die Evangelischen Tagungs- und Gästehäuser in Bayern verstehen sich als Orte, an denen Kinder-, Jugend-, Familien- und Erwachsenenarbeit auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene durchgeführt und unterstützt wird. Sie sind wichtige Orte ganzheitlicher, außerschulischer Bildung und bieten christlichen Gruppen die Möglichkeit, Glaubens- und Lebensfragen zu bedenken und christliche Gemeinschaft zu leben. Sie stehen Gruppen gemeinwohlorientierter Arbeit zur Verfügung und allen, die auf der Grundlage des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland tätig sind. Sie beherbergen auch Einzelgäste und Reisende. Diese Häuser schließen sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen.

 

1. Name, Sitz, Mitglieder

1.1. Die Arbeitsgemeinschaft trägt den Namen „ Evangelische  Häuser in Bayern“, im folgenden ehib genannt.

1.2. Die Geschäftsführung für ehib übernimmt in der Aufbauphase die Evangelische Tagungsstätte Wildbad in Rothenburg. Auf einer Vollversammlung soll möglichst bald entschieden werden, wo die ehib ihren Sitz haben.

1.3. Mitglieder der ehib können sein:

1.3.1. Zusammenschlüsse von Einrichtungen in evangelischer bzw. ökumenischer Trägerschaft in Bayern

1.3.2. Häuser

· der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und ihrer Untergliederungen

· von evangelischen Freikirchen aus dem Bereich der ACK mit ihren Untergliederungen in Bayern

· von Mitgliedern der Evangelischen Jugend in Bayern und ihren Untergliederungen

· des Diakonischen Werk Bayern und ihren Mitgliedern und Untergliederungen

· von evangelisch- lutherischen Stiftungen, Akademien und Missionswerken in Bayern

· so wie sonstige Einrichtungen und Zusammenschlüsse, die sich dieser Grundlage anschließen und ihren Sitz in Bayern haben.

 

2. Ziele und Aufgaben

2.1. Evangelische Tagungs- und Gästehäuser in Bayern sollen zusammengeführt werden, um ihnen durch eine bayernweite Vertretung politisches Gewicht gegenüber Kirche und Öffentlichkeit zu verschaffen.

2.2 In enger Zusammenarbeit mit den „Evangelischen Häusern in Deutschland“ (ehid) wird eine Dachmarke „Evangelische Häuser in Bayern“ entwickelt, ausgebaut und vermarktet.

2.3. Dieser Zusammenschluss fördert die Möglichkeit des inhaltlichen Austausches, die Weitergabe von Erfahrungen und die Optimierung der Wirtschaftlichkeit. Schwerpunkt sind kollegiale Beratung, kontinuierliche Organisationsentwicklung und der Aufbau einer klaren Vertriebsstruktur.

2.4. Die Mitglieder der ehib sind ohne weitere Kosten automatisch Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Tagungs- und Gästehäuser in Deutschland (ehid), unterstützen und profitieren von deren Ziele gleichermaßen .

2.5. Weiter hat sie insbesondere folgende Aufgaben:

· Schaffung geeigneter Strukturen für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

· Arbeits- und Studientagungen, um den vorhandenen Beratungsbedarf zu ermitteln

  und fachlich fundierte Beratungsangebote bereitzustellen

· Information über wichtige Entscheidungen und Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft

· Information zu Rechtsfragen

· Information zu Förderprogrammen und Zuschüssen

2.5. Die ehib fördern gezielte und charmante Begegnung mit christlichem Glauben und evangelischer Spiritualität und lernen von gelungenen Beispielen.

 

3. Organisation

3.1. Die ehib laden ihre Mitglieder einmal jährlich zu einer Vollversammlung (VV) ein.

Jedes Mitglied hat das Recht, mindestens eine(n) Delegierte(n) in die Vollversammlung zu entsenden.

3.2. Die Delegierten der Vollversammlung wählen einen Leitungskreis, bestehend aus bis zu sieben Personen. Das Landeskirchenamt kann eine(n) Vertreter(in) als Gast in den Leitungskreis entsenden. Der Leitungskreis wird für vier Jahre gewählt.

3.3. Der Leitungskreis vertritt die Evangelischen Häuser zwischen den Vollversammlungen und erledigt die Arbeitsaufträge. Er kann sich eine Geschäftsordnung geben und wählt eine(n) Vorsitzende(n) und eine(n) Stellvertreter(in) für jeweils zwei Jahre, die die Vertretung der ehib wahrnehmen.

3.4. Der Leitungskreis lädt ordnungsgemäß schriftlich unter Einhaltung einer Einladungsfrist von sechs Wochen und unter Bekanntgabe der Tagesordnung zu den Vollversammlungen ein und leitet diese.

3.5. Jede ordnungsgemäß einberufene Vollversammlung ist beschlussfähig. Beschlüsse werden mit der absoluten Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, deshalb zählen Enthaltungen als Nein-Stimmen.

 

4. Finanzen

4.1. Die Mitglieder zahlen einen jährlichen Beitrag. Er ist gestaffelt und richtet sich nach dem Umsatz aus dem Beherbergungsbetrieb.

Für Gründungsmitglieder entfällt ein Aufnahmebeitrag.

4.2 Zur Deckung der Unkosten werden Teilnehmerbeiträge erhoben.

4.3. Die Jahresrechnung wird ordnungsgemäß geprüft. Unterstützt die ELKB die Arbeit von ehib mit einem Zuschuss, besteht ein Prüfungsrecht durch das Rechnungsprüfungsamt der ELKB.

4.4 Die Jahresrechnung wird der Vollversammlung vorgelegt. Die Vollversammlung beschließt über die Entlastung des Leitungskreises.

 

5. Änderung der Grundlagen

Diese Grundlage kann durch Abstimmung mit 2/3 Mehrheit der Stimmen bei einer Vollversammlung geändert werden.

 

6. Beendigung der Mitgliedschaft

6.1. Wer die Voraussetzungen nach Pkt. 1.3. nicht mehr einhält, verliert automatisch die Mitgliedschaft.

6.2. Wer Eigenbeiträge nicht fristgemäß entrichtet und auch keine Verlängerung der Zahlungsfrist oder Stundung der Zahlung beantragt hat, bekundet damit das Ende der Mitgliedschaft.

6.3. Über einen Ausschluss entscheidet der Leitungskreis. Ein Ausschluss kann nur erfolgen, wenn ein unüberbrückbares Zerwürfnis vorliegt und ein klärendes Gespräch keinen Erfolg zeigt.

Die Vollversammlung kann auf Antrag einen Ausschluss revidieren.

6.4. Eine Beendigung der Mitgliedschaft ist seitens der Mitglieder schriftlich mit einer Frist von zwei Monaten zum Jahresende zu erklären.

 

7. Auflösung

Der Beschluss zur Auflösung der EHiB kann durch Abstimmung mit 2/3 Mehrheit der Stimmen bei einer Vollversammlung oder durch schriftliche Erklärung der Mitglieder erfolgen. Über das verbleibende Vermögen der Evangelischen Häuser verfügt dann die ELKB, die es für den gleichen oder einen ähnlichen Zweck einsetzen muss.

 

8. Inkrafttreten

Diese Grundlage tritt mit Beschluss durch die Vollversammlung am 31. Januar 2017 in Kraft.

Mit der Unterschrift auf dem Beitrittsformular wird sie als Arbeitsbasis vorläufig anerkannt.